Videospiele – unser digitales Kulturgut wird bewahrt.
Ja, Videospiele sind Teil unserer gemeinsamen Geschichte und ein anerkanntes Kulturgut! Um dieses Kulturerbe zu sichern und für die nachfolgenden Generationen zu bewahren und zu aktivieren, wurde mit der Internationalen Computerspielesammlung (ICS) die weltweit größte unabhängige Sammlung und Meta-Datenbank historischer Computer- und Videospiele ins Leben gerufen. Hierfür wurden Computerspielesammlungen verschiedener Organisationen in der Internationalen Computerspielesammlung vereint und die Game-Packages und deren Informationen schrittweise in mehreren Projektphasen digitalisiert.
Die hieraus entstandene Meta-Datenbank als zweite Säule neben dem physischen Archiv der Internationalen Computerspielesammlung (ICS) ist mit über 42.000 Video- und Computerspielen zur weltweit größten Sammlung historischer und aktueller Computerspiele gewachsen und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt unseres digitalen und kulturellen Erbes.
MEMORIST durfte dieses Projekt über mehrere Projektphasen hinweg unterstützen und wurde von der Internationalen Computerspielesammlung (ICS) damit beauftragt, die unterschiedlichen Sammlungen an Computer- und Videospiele-Verpackungen schonend und nachhaltig zu digitalisieren.
Mit diesem Projekt durften wir einen kleinen Beitrag zum Erhalt unseres Kulturerbes leisten und freuen uns sehr, dass die Internationale Computerspielesammlung (ICS) diese Sammlungen an Computer- und Videospielen für die Nachwelt bewahrt und für Zwecke der Wissenschaft, Forschung und Bildung zugänglich macht.
Warum sind solche Sammlungen wichtig?
Das erste Videospiel entstand Ende der 1950er-Jahre. Wir sprechen also von einem generationenübergreifenden, sozialen Phänomen, das alle Gesellschaftsschichten durchdringt und sich seit über 75 Jahren stetig weiterentwickelt hat!
Obwohl sich Plattformen und Inhalte dieser Spiele parallel zum technologischen Fortschritt weiterentwickelt haben (DesktopComputer, Heimkonsolen, dann Handheld-Konsolen, Laptops, Tablets und Smartphones), hat diese besondere kulturelle Phase unsere Gesellschaft deutlich geprägt und bereichert.
In Anerkennung dieses kulturellen Erbes schlossen sich verschiedene Organisationen und Sammlungen zusammen, um das Projekt der weltweit größten Sammlung und nach wissenschaftlichen Standards erstellte Meta-Datenbank historischer Computer- und Videospiele zu starten.
Unsere Expertise – für ein außergewöhnliches Projekt.
Auch wenn die Digitalisierung der Verpackungen von Computer- und Videospielen auf den ersten Blick wenig mit MEMORISTs Expertise in der Digitalisierung historischer Dokumente aus dem 14. oder 15. Jahrhundert gemeinsam hat, konnten wir unsere Arbeitsabläufe aufgrund der jahrelangen Erfahrung schnell und individuell an die speziellen Anforderungen dieses Projekts anpassen.
Unsere Prozesse bleiben grundlegend ähnlich: Wir arbeiten nach einem strukturierten Konzept, das auf einem vollumfänglichem Produktionsworkflow basiert. Von der logistischen Planung der Abholungen und Rücklieferungen, über ein spezielles Setup zur homogenen Digitalisierung verschiedenster Formate bis hin zur endgültigen Auslieferung der geprüften Digitalisate.
Zur möglichst schonenden Digitalisierung der unterschiedlichen Computer- und Videospieleboxen setzen wir vorrangig unsere speziellen Auflichtscanner für historische Dokumente ein. Auch die Erstellung farbmetrischer Testcharts zur Sicherstellung der Farbgenauigkeit, die Anpassung der Kameraschärfen und die Bereitstellung von Testdateien zur vorherigen Freigabe durch den Auftraggeber gehören dabei zu unseren regelmäßigen Aufgaben und Standardprozessen. Die Digitalisierungsexperten von MEMORIST gehen dabei mit derselben Begeisterung und Sorgfalt vor, die auch bei der Digitalisierung von antiken Manuskripten oder historischen Archivalien zum Tragen kommt.
Insgesamt hat MEMORIST für die Internationale Computerspielesammlung (ICS) über 40.000 Aufnahmen von 6.500 Computer- und Videospielpackages erstellt. Dabei wurde jede Computerspiele-Umverpackung – teilweise auch bis zum A4-Format – von allen sechs Seiten hochauflösend digitalisiert und zur weiteren Publikation durch die Internationale Computerspielesammlung bereitgestellt.
Eine vollständige Indexierung mittels OCR.
Die von der Umverpackung erfassten Aufnahmen werden anschließend durch ein automatisiertes Verfahren zu einem virtuellen 3D-Modell zusammengesetzt.
Dieses Verfahren zur Bewahrung des kulturellen Erbes folgt aktuellen Archivierungsgrundsätzen, um die beschreibenden Metadaten der Dokumente gemäß wissenschaftlichen Standards online zugänglich zu machen.
Die virtuelle Darstellung der Umverpackungen, ergänzt durch die vollständigen Informationen zu Herausgebern, Erscheinungsjahren und Systeminformationen, macht die Online-Datenbank der Internationalen Computerspielesammlung (ICS) zu einem unverzichtbaren Nachschlagewerk für die wissenschaftliche Forschung, Computerbegeisterte und die gesamte Öffentlichkeit.
Ein weiterer Meilenstein für MEMORIST in Deutschland!
Dieses spannende Projekt verdeutlicht die individuelle Anpassungsfähigkeit von MEMORIST an spezifische Bedürfnisse verschiedenster Auftraggeber. Ob öffentliche Archive, Denkmalpflegeeinrichtungen, private Sammlungen oder historische Unternehmensarchive – mit diesem Projekt konnten wir einmal mehr unser jahrelanges Know-How und die projektbezogene Flexibilität unter Beweis stellen und einen Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes in Deutschland leisten.
Für MEMORIST stellt dieses Projekt einen weiteren Meilenstein in unserer Unternehmensgeschichte dar, der sich in die Reihe erfolgreicher Projekte für die Stadt DessauRoßlau, die Deutsche Nationalbibliothek, das Deutsche Buch- und Schriftmuseum Leipzig oder die Österreichische Nationalbibliothek einreiht.
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